Corona Virus- prekäre Lage in Inklusionsunternehmen und Zuverdienstprojekten

Seit Tagen erreichen uns täglich steigende Problemanzeigen unserer Mitglieder zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona Ausbreitung. Insbesondere Geschäftsbereiche, die im weitesten Sinne im Zusammenhang mit Reisen und Veranstaltungen stehen, sind betroffen (Hotels, Caterer, Partyausstattung, etc.). Aber auch erste Meldungen aus den großen industriellen Zulieferbereichen erreichen uns. Wir hören von Umsatzeinbußen von mehr als 80% und Stornierungen bereits gesicherter Aufträge bis in den Mai hinein. Einige Unternehmen melden bereits Kurzarbeit an, bzw. stehen kurz davor. Die zurzeit drohenden Schul- und Kitaschließungen verunsichern vor allem die vielen Unternehmen, die in der Gemeinschaftsverpflegung tätig sind. Vor diesem Hintergrund brauchen unsere Unternehmen dringend die Unterstützung der Integrationsämter und der Politik.

Gemeinsam mit der BAG IF sind wir in Gesprächen möglichst schnell und unbürokratisch alles dafür zu tun, dass den Unternehmen nicht „die Luft ausgeht“. Vor allem sind schnelle Liquiditätshilfen notwendig, die z.B. durch Vorauszahlung der laufenden Leistungen erfolgen könnte. Auch die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes wäre eine mögliche Unterstützung.

Die Einrichtung eines „Rettungsfonds“ aus Mitteln des Ausgleichsfonds könnte eine weitere große Hilfe sein, die den drohenden Liquiditätsengpässen und Arbeitsplatzverlusten in den Inklusionsunternehmen entgegenwirkt.

Doch sollten wir die Zeit auch nutzen, um uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Unsere Beziehungen, ein gutes Miteinander, ganz viel Solidarität im privaten, aber auch im betrieblichen Umfeld, und auch für die, die jetzt nicht im Fokus stehen und besondere Unterstützung und Hilfen benötigen.